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Das Johannisfest


Zu den beliebtesten litauischen Feiertagen zählt unter anderem das Johannisfest, das in der Nacht auf den 24. Juni gefeiert wird. Zu diesem Fest, welches zur Sommersonnenwende auch zusammen mit anderen Festen gefeiert wird, gibt es zahlreiche Bräuche, die zelebriert werden. Beispielsweise das Johannisfeuer (dies ist wohl der bekannteste Brauch), welches in der Nacht vor dem Johannistag angezündet wird, um Dämonen und Krankheiten abzuwehren. Jungen und Mädchen, die über das Feuer springen, so sagt man, sollen vor Krankheiten geschützt werden und springt ein Pärchen händehaltend über das Feuer, so werden sie bald heiraten.

Außerdem messen die Herren ihre Kräfte beispielsweise beim Tauziehen und die Damen flechten Kränze aus verschiedenen Pflanzen, die zuerst ihre Köpfe schmücken und dann nachts zusammen mit Kerzen auf das Wasser gesetzt werden. Eine Zeit der Erfüllung von Hoffnungen und Erwartungen.

Eine typische litauische Tradition ist die Suche nach der Farnblüte, die sich im litauischen Volksglauben genau um Mitternacht öffnet, den Finder allwissend machen und ihm die Fähigkeit den Tod vorauszusagen verleihen soll. Dies findet sich auch in dem litauischen Sprichwort: „gudri kaip paparčio žiedą suradusi / turinti“ – „so schlau wie jemand, der eine Farnblüte gefunden hat“, wieder.

In der Johannisnacht zieht man dann in die Wälder und sucht nach einem geeigneten Farn. Hat man einen „gefunden“ gilt es, dem litauischen Volksglauben nach, Hexen und andere böse Geister, die ebenfalls auf der Suche nach der Farnblüte sind, abzuhalten und in sein Gebet zu versinken. Böse Geister und Mächte werden den Betenden mit lauten Geräuschen versuchen von seinem Gebet abzulenken und nur, wenn man einen reinen Zustand erreicht hat, so öffnet sich die Blüte...

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